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Textrespektlosigkeit
(Erklärung was TR ist) ...
Stadien der Textrespektlosigkeit(TR):
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Der Prozess des Erlangens von TR mit einem Text lässt sich in folgende Stadien gliedern:
1. Auswendig lernen-Stadium:
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Hier wird der Text generell erst einmal auswendig gelernt, am besten mit einer Übung, die dem Einprägen einer konkreten Betonung entgegenwirkt. Dabei sollte man auch schon immer darauf achten, entspannt zu bleiben, Verspannungen los zu lassen und sich bei Fehlern nicht zu bestrafen.
Übungen: z.B. Singen des Texten(mit Entspannungsübung), Monotonie(mit Entspannungsübung), Text animieren(schamlos übertreiben), Geben und Nehmen. Leier-Stadien(dies sind die Stadien 2.-4.): Der Text wird nun auswendig beherrscht, kommt aber beim rezitieren noch mit einer fixen, einstudiert wirkenden Betonung und einem ebensolchen Rythmus, dieses Phänem nennt man eine Leier. Der Text klingt heruntergeleiert und Betonung, Rythmus, Lautstärke und Gestik sind vorhersehbar.
Um diese Leier weg zu kriegen, ist es wichtig zu lernen, die realen Gefühle, die man momentan hat, in die einzelnen Worte und Silben des Textes zu geben, so dass die Leier durchbrochen wird.
Übungen zum auswendig Lernen:
Text singen (siehe unten)
Monotonie (siehe unten)
Textlernen mit Stuhlentspannung/“kleiner Veränderung“ (siehe unten)
2. Stadium des Wortweisen Zerpflückens mit lautem Being:
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Da dies umso schwieriger wird, je mehr Text man auf einmal sagt, übt dies zunächst wort- und silbenweise mit dem Text, indem man laut macht Being und dann mit dieser Betonung und diesen Gedanken und Gefühlen ein Wort oder eine Silbe des Textes ausspricht. Dann arbeitet man wieder laut für´s Being und spricht mit den dadurch gewonnenen, neuen Impulsen die nächste Silbe aus.
3. Stadium des Wortweisen Zerpflücken mit innerem Being:
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Wenn das gut klappt (meist nach 1-2 Durchläufen), macht man das Being nur noch in Gedanken und spricht dann immer ein Wort aus, sobald man einen neuen emotionalen Impuls hat. Zwischen den Wörten macht man eine kurze Pause, in der man innerlich Being macht. So arbeitet man mehrmal den ganzen Text durch, bis man das Gefühl hat, dass man mit Leichtigkeit in jedes Wort einen eigenen emotionalen Impuls geben kann, der von der Betonung und der Lautstärke des vorherigen Wortes unabhängig ist.
4. Stadium des Inneren-Äußeren Monologs:
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Wenn auch das innere Formulieren des Beings so gut klappt, dass jedes Wort des Textes unabhängig von den anderen eigene emotionale Impulse ausdrücken kann, und zwar ohne dass man zwischendurch laut Formulieren muss, dann kann man dazu übergehen den ganzen Text mit Being darunter fließen zu lassen. Man macht laut Being und geht dann mitten im Satz in den Text über, ohne dabei seinen Sprechrythmus, seinen Tonfall oder seine Körperrythmus zu ändern. Dann formuliert man beim Sprechen innerlich weiter und lässt den Text fließen.
Zwischendurch macht man das Being immer wieder laut, ca. alle paar Sätze, und geht dann wieder in den Text über. Hierbei steigert man langsam das Sprechtempo des Textes, bis man ein normales, natürliches Sprechtempo erreicht hat.
Zusätzlich zum Being unter dem Text kann man auch imaginäre Monologe oder Sharings mit Gegenteiliger Emotion oder als Switch-Trick-Übung mit schnellen, spontanen Wechseln üben. Hierbei sollte man sich auf Video aufnehmen oder Feedback von einem Coach kriegen, da man diese Übungen wirklich so lange üben sollte, bis man die Leier vollkommen durchbrochen hat und das Sprechen des Textes vollkommen locker und unvorhersehbar wird.
5. Denkpausen-Stadium:
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Die Leier hat man nun durchbrochen und ist in der Lage den Text impulsiv und unvorhersehbar zu sprechen, während man innerlich am Being oder an einem Objekt arbeitet.
Allerdings fließen längere Textstellen noch nicht ganz flüssig. Man macht gelegentich noch Denkpausen und fragt sich „Wie war noch mal der Text?“. Dies liegt daran, dass es weitaus schwieriger ist den Text flüssig und fehlerfrei zu sagen, wenn man gleichzeitig an etwas anderes denkt, z.B. am Being oder an einem Objekt arbeitet oder auf die umgebung reagiert.
Nun muss man den Text so lange mit flüssigem Being, mit Gegenteiliger Emotion oder mit schnellen Switch-Trick-Übungen üben, bis er mühelos fehlerfrei und ohne Denkpausen kommt, die durch ein Vergessen des Textes bedingt sind.
Dabei ist ständig darauf zu achten, dass man sich bei Fehlern nicht selbst bestraft, sondern ganz entspannt und locker bleibt.
Um den Text perfekt flüssig und respektlos zu lernen helfen nur viel, viel Übung und Geduld, Geduld und Geduld.
6. Stadium der flüssigen Unvorhersehbarkeit:
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Dies ist das Zielstadium der TR-Übungen. Hier kann man den Text perfekt flüssig und fehlerfrei sprechen, währden man gleichzeitig innerlich am Being oder am Objekt arbeitet und seine gegenwärtigen Gefühle im Text und im Körper ausdrückt.
Eine Leier gibt es nicht mehr. Wenn man dieselbe Textstelle zweimal ausspricht, während man innerlich arbeitet, klingt sie jedesmal anders und drückt genau das aus, was man gerade fühlt. Das Spiel wird unvorhersehbar und reagiert auf kleinste Ablenkungen. Selbst bei starken Emotionen vergisst man seinen Text nicht und bleibt ganz entspannt. Man hat maximale Freiheit im Text erreicht.
Trainingsbereiche der Textrespektlosigkeit
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Textrespektlosigkeit lässt sich unterteilen in 3 Trainingsbereiche:
1. Entspannung
2. Impulsivität
3. Partnerkontakt/Sinnliche Wahrnehmung der Umwelt
Die Entspannung sollte man von Anfang an, beim Lernen des Textes per Singen oder per Monotonie immer mit beachten. --> Man sollte sich beim Singen oder sonstigen Aufsagen des Textes immer wieder nach Verspannungen fragen und diese, z.B. durch Nachspüren und eventuell durch Autosugestionen, aufzulösen versuchen.
Textrespektlosigkeitsübungen:
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Text singen:
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Monotonie:
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Wortweises Zerpfülcken des Textes mit Being („Wie fühle ich mich?“):
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Beim Wort-weisen Zerpfülcken des Textes mit „Wie fühle ich mich?“ ist es das beste durch den Raum zu gehen, verschiedenste vorhandene Stimuli abzuchencken und zu versuchen Spaß bei der Übung zu haben. Nichts ist langweiliger als eine halbe Stunde auf einer Stelle zu sitzen und „Wie fühle ich mich?“ mit Text herunter zu exorzieren. Dies ist außerdem lange nicht so produktiv und organisch, wie ein neugieriges, lebendiges Abchecken der vorhandenen Stimuli.
Dabei können auch ruhig mehrere Leute gleichzeitig ihren Text zerpflücken und dabei aufeinander eingehen und reagieren.
Textlernen mit Stuhlentspannung/“kleiner Veränderung“:
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Sehr gut ist es gleich beim Text Lernen eine Entspannungsübung wie "Stuhlentspannung" oder „kleine Veränderung“ zu machen.
Z.B. kann man den Text auswendig lernen, indem man ein kleines Stück Text immer wieder vor sich hin spricht und währenddessen die Übung "Stuhlentspannung" oder „kleine Veränderung“ macht. Die dabei entsthenden Gefühle versucht man statt ins Stöhnen in die Betonung des Textes zu geben.
Wenn man das Gefühl hat dieses Stück Text wirklich gut zu beherrschen(vielleicht nach 30-40 Wiederholungen), nimmt man das nächste Stück Text und macht damit die Entspannungsübung weiter, bis man den ganzen Text durchgearbeitet oder keine Lust mehr hat.
Diese Art des auswendig Lernens wirkt der verspannenden Wirkung von Frustrationen entgegen und konditioniert einem gleich ein Entspannungsverhalten zusammen mit dem Text ein.
Variante: Eine Zeit lang habe ich beim Text Singen immer jongliert. Das entspannt auch, trainiert einen beim Text sprechen auf Ablenkungen zu reagieren und macht außerdem auch noch Spaß (wenn man jonglieren mag).
"Verrückt werden" mit Text:
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Geben und nehmen
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Worte animieren
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Text mit Being
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Gegenteilige Emotion
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Switch-Trick-Übungen mit Text
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Innerer-Äußerer Monolog
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Gebrauchsanweisung
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Schrittweiser Übergang vom Being in die Struktur:
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Eine Methode, um sich unterm Text eine gute Respektlosigkeit zu erhalten, ist es den Text zuerst eine Zeit lang mit „Wie fühle ich mich?“ zu üben, bis das gut klappt.
Dann nimmt man in kleinen Portionen, immer nur ganz kurz, ein Objekt der Struktur zum Being dazu und macht dann wieder ganz respektlos mit dem Being weiter.
Die Anteile der Objekte kann man dann langsam immer mehr erhöhen, bis man ein für die Szene ausreichendes Maß erreicht hat.
--> Dadurch kann man sehr genau kontrollieren, wie viel man von den Objekten in das Being mit rein nimmt und somit eine Tendenz zum „zuviel Objekt machen“ vermeiden.
Text wortweise zerpflücken mit Being beim Video gucken!:
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--> Die Übung ist super, weil man lernen muss sich während dem Sprechen des Textes und während dem inneren Formulieren gleichzeitig auf das Video, also einen sich ständig ändernden Stimulus zu konzentrieren.
--> Dies ist eine super Übung, um Ablenkbarkeit und emotionale Flexibilität während des Text Sprechens zu trainieren, z.B. auch sinnvoll als Training für Partnerkontakt.
Dabei lernt man auch sich zu entspannen und seine Emotionsäußerung einem sich ändernden Stimulus anzupassen, da man bei leisen Stellen des Videos auch selbst leise Sprechen muss, damit man das Video nicht übertönt und es weiterhin verfolgen kann. Bei lauteren Stellen kann man dann selbst auch schon mal lauter Sprechen. -->Dieses sich dem Inhalt des Videos anpassen wird dadurch gewährleistet, dass man wirklich nur dann ein Wort Text spricht, wenn man auch wirklich einen neuen emotionalen Impuls hat. Und wenn man keinen Impuls hat, konzentriert man sich weiter auf das Video.
- Außerdem ist diese Übung nicht so langweilig wie viele andere Übungen und macht viel mehr Spaß!
(man kann sich ja seine Lieblingsvideos angucken) :-)